Fläche im Zeitband: Kohleförderung · historische Kennzahlen/Abgrenzungen wechseln, siehe MethodeJahresschritte · Eröffnungs- und Schlussjahr enthalten
Die heutige Saarlandgrenze dient in allen Jahren zur Orientierung. Beschriftungen werden ohne Überlappung platziert; weitere Namen erscheinen beim Zoomen oder Anklicken. Arbeitsstand: Mengen- und Betriebsphasen sind teilweise geschätzt, einzelne Ortslagen angenähert. Historische Bahnzustände sind noch nicht für jeden Abschnitt vollständig belegt.
Hilfe · So funktioniert die Zeitreise
Die Karte zeigt das Saarrevier von 1815 bis 2025: Gruben, Hütten, Stahlwerke, Kokereien und Bahnen, Jahr für Jahr. Wähle ein Jahr oder lass die Zeit ablaufen.
1 · Zeitleiste und Abspielen
▶ Abspielen / Ⅱ Pause lässt die Jahre automatisch ablaufen.
Tempo: Langsam (2 s pro Jahr, Standard), Normal (1 s), Schnell (0,5 s). Alle Veränderungen auf der Karte werden über das Jahr verteilt weich ein- und ausgeblendet.
Schleife beginnt nach 2025 wieder bei 1815.
‹ › springen ein Jahr zurück oder vor; ins Jahresfeld kann man ein Jahr direkt eintippen.
Die Meilenstein-Knöpfe (1815, 1850, 1913 …) springen zu wichtigen Jahren.
Das Zeitband zeigt die Kohleförderung über alle Jahre; der Schieberegler darunter wählt das Jahr, die orange Linie markiert es.
Σ Gesamtbilanz (links in der Zeitleiste) ersetzt Zeitschieber und Abspielen durch Knöpfe für Phasen der Reviergeschichte (ganze Zeit, Kaiserreich, Kriege und Krisen …). Die Karte zeigt dann die Summe über diesen Zeitraum je Grube, Hütte, Kokerei oder Kraftwerk. Das geht auch über „Größe zeigt: Gesamtmenge“. Die Meldungsleiste nennt die größten Standorte der Phase, die Standortinformation zeigt die Jahresmengen als Säulen mit hervorgehobener Phase. Die Pfeiltasten wechseln den Zeitraum, ✕ Jahresansicht führt zurück zum vorigen Jahr. Größen sind nur innerhalb eines Zeitraums vergleichbar (siehe „Quellen & Methode“).
2 · Karte bewegen und Ansichten
Ziehen verschiebt die Karte, Mausrad oder + / − zoomen, auf dem Tablet mit zwei Fingern.
Die Karte zeigt immer das Revier, das Industriegebiet zwischen Dillingen und Homburg; die gestrichelte Saarlandgrenze dient zur Orientierung. Der Ausschnitt passt sich der Fenstergröße an, bis man selbst zoomt oder verschiebt.
Bei großen Bildschirmen werden Symbole, Kreise und Loks automatisch größer.
← Alle Karten oben führt zur Übersicht index.html mit allen Zeitreise-Karten (Saar, Ruhr und die vier Braunkohlereviere).
3 · Symbole auf der Karte
Stollen (Eingang im Hang) und Fördertürme: Jedes Bergwerk zeigt seine einzelnen Förderschächte an ihrer echten Lage. Vor dem ersten Schacht wird im Stollen gefördert. Fördertürme ändern ihr Aussehen mit der Zeit: Holzgerüst, Stahlgerüst, Betonturm.
Hochofen, Stahlwerk und Kokerei stehen für die Hütten- und Kokswerke; auch sie sehen in frühen Jahren anders aus.
Größe = Menge: Die Symbole wachsen in alle drei Richtungen. Doppelt so hoch bedeutet achtmal so viel. Teilen sich mehrere Schächte eine Grube, bekommt jeder seinen Anteil.
Ein gestricheltes Kreischen am Symbol bedeutet: geschätzte Menge. Blasse Symbole: Menge unbekannt.
Darüberfahren zeigt Name, Betriebszeit und Menge; Anklicken öffnet die Standortinformation.
4 · Kreise statt Symbole
Der Knopf „Kreise statt Symbole“ oben schaltet auf die sachliche Kreisdarstellung um (Knopf gelb = aktiv). Die Kreisfläche entspricht der Menge; durchgezogener Rand = Quellenwert, gestrichelt = Schätzung, Raute = Wert offen. Züge und Schiffe fahren nur in der Symboldarstellung.
Stattdessen zeigen in der Kreisdarstellung die Linienbreiten den Transport: Je mehr Kohle, Erz und Stahl eine Bahnstrecke im Jahr befördert, desto breiter ist sie (das gilt auch in der Symboldarstellung, wenn das Häkchen Züge bzw. Schiffe aus ist; wie bei den Kreisen: vierfache Menge = doppelte Breite, damit auch kleine Anschlussbahnen sichtbar bleiben; Strecken ohne Montanverkehr sind dünn). Die Saar erscheint als blaues Band, so breit wie ihr Schiffsverkehr; blass heißt geschätzt. Wo die Menge unbekannt ist (Saar-Kohlen-Kanal, kanalisierte Saar bis 1979), ist der Wasserweg blau gepunktet. Beim Jahreswechsel ändern sich die Breiten weich. Die Musterbreiten stehen in der Legende.
5 · Züge und Bahnstrecken
Die Loks pendeln auf den Strecken, die im gewählten Jahr in Betrieb sind. Mehr Transport bedeutet mehr Loks, aber gedämpft: zehnmal so viel Transport ≈ ein bis zwei Loks mehr.
Dampf, Diesel, Elektro: Dampfloks fahren bis in die 1970er; ab 1955 kommen Dieselloks, unter Fahrdraht E-Loks (Elektrifizierungsjahre je Strecke belegt). Die Baureihen wechseln mit der Zeit, z. B. G 3 → G 8 → BR 50 oder E 50 → BR 151 → BR 185.
Häkchen „Züge“: Anfangs sind die Züge aus, die Bahnlinien sind dann so breit wie ihre Transportmenge (wie in der Kreisdarstellung, mit Breitenlegende). Häkchen setzen lässt die Loks fahren.
Bahnlinie anklicken zeigt rechts unten die Streckeninformation: Status im Jahr, Länge, Eröffnung, Elektrifizierung, Antrieb, Transportmenge (Modell) und Streckenchronik. Die Strecke wird orange hervorgehoben.
6 · Schiffe und Flüsse
Die Flüsse (Saar, Mosel, Blies, Prims, Nied, Nahe, Glan und weitere) und der gestrichelte Saar-Kohlen-Kanal stammen aus OpenStreetMap; der Kanal erscheint erst ab 1866. Darüberfahren zeigt den Namen.
Bis etwa 1865 bringen hölzerne Saarschiffe Kohle talab Richtung Mosel und Rhein; bis 1850 ging mehr als ein Viertel der Förderung übers Wasser. Ab 1860 übernimmt die Eisenbahn.
Ab 1866 verbindet der Saar-Kohlen-Kanal die kanalisierte Saar (Saargemünd–Luisenthal, ab 1879 bis Ensdorf) mit dem französischen Kanalnetz. Pénichen (rund 360 t) fahren Kohle nach Lothringen und bringen Erz zurück, bis etwa 1930 von Pferden getreidelt, danach mit Motor; in den 1970er Jahren endet diese Schifffahrt.
Ab 1987 ist die Saar zwischen Konz und Dillingen Großschifffahrtsstraße: Europaschiffe (1.350 t) und Schubverbände (3.300 t) bringen Erz und Kohle zur Dillinger Hütte. Ab 1994 reicht sie bis Lisdorf, ab 1999 bis Saarbrücken; oberhalb von Dillingen ist der Verkehr viel geringer.
Mehr Ladung, mehr Schiffe: Wo es Mengen gibt (Talfahrt bis 1865, Großschifffahrt ab 1987), richtet sich die Zahl der Schiffe wie bei den Loks gedämpft nach der Zahl der nötigen Schiffsfahrten. Für den Kanal fehlen Mengen, dort ist die Zahl schematisch. Anfangs sind die Schiffe aus; dann erscheint die Saar als blaues Band, so breit wie ihr Schiffsverkehr (wie in der Kreisdarstellung). Mit dem Häkchen Schiffe fahren stattdessen die Schiffe.
7 · Legende und Ebenen
Größe zeigt: Jahresproduktion oder Beschäftigte; gilt für Symbole und Kreise.
Häkchen blenden Ebenen ein und aus: Steinkohle, Roheisen/Hütten, Stahl, Kokereien, weitere Industrie, Bahnlinien, Züge und Schiffe (nur Symboldarstellung, anfangs aus), Beschriftung.
Geologie legt die geologische Karte (GÜK250 der BGR) unter das Relief, in den üblichen Schichtfarben: Quartär blassgelb, Tertiär gelb bis orange, Kreide grün, Jura blau, Trias violett, Perm rot, Karbon blaugrün, Devon ocker. Unter dem Häkchen stehen die Systeme im Ausschnitt und wo die Kohle liegt; mit dem Zeiger über der Karte erscheint oben links die Einheit mit ihrem Zeitraum (z. B. „Karbon · Bashkirium · vor 323–315 Mio. Jahren“; „etwa“ = Richtwert). In Nachbarländern sind die Farben gröber und heller (europäische Übersichtskarte IGME5000, „grob“ beim Zeiger). Die Wahl bleibt gespeichert, Häkchen weg = reines Relief.
Höhenlinien zeichnen das Gelände in gleichen Höhenstufen (je Revier 10 bis 25 m, jede vierte oder fünfte Linie kräftiger und mit Höhenzahl in Metern). Eng liegende Linien = steiler Hang. Sie stammen aus demselben Höhenmodell wie das Relief und sind geglättet; in den Braunkohlerevieren sind Gruben und Kippen aufgefüllt wie im Relief, damit 1850 keine heutigen Tagebaue erscheinen.
Schätzungen blendet geschätzte Mengen ein oder aus; Vergangene Standorte zeigt stillgelegte Anlagen grau.
Punktgröße vergrößert oder verkleinert alle Symbole und Kreise.
Zechen auf der Karte (nur bei vielen Zechen, z. B. Ruhrgebiet) zeigt je Jahr höchstens so viele Zechen, und zwar die mit der größten geschätzten Gesamtförderung. Das Bild baut sich dann schneller auf. Die Revierzahlen enthalten weiterhin alle Zechen, und über die Suche lässt sich jede Zeche finden und anzeigen.
Legende ausblenden klappt die Erklärungen ein; die Häkchen bleiben bedienbar.
8 · Meldungen und Jahreschronik
Oben neben dem Titel stehen die besonderen Ereignisse des Jahres: Eröffnungen, Schließungen, Unglücke, politische Einschnitte. Passen nicht alle hinein, öffnet „+N weitere“ die vollständige Jahreschronik rechts, dort auch mit Mengenbelegen und Quellen. Ein Klick auf eine Meldung springt zum betroffenen Standort. Jahre ohne besonderes Ereignis zeigen einen leeren Kasten.
9 · Bestand, Jahresmengen und Beschäftigte
Bestand im Jahr zählt die dargestellten Anlagen und wie viele davon eine Mengenangabe haben.
Die Balken zeigen die Kohleförderung, Roheisen und Stahl sowie die Beschäftigten in Bergbau und Eisen/Stahl. Jede Gruppe hat ihre eigene Skala (angegeben in der Überschrift); Balken verschiedener Gruppen nicht miteinander vergleichen. Schraffiert und „≈“ = geschätzt.
10 · Standorte entdecken und Informationen
Der Kasten Standorte entdecken ist normalerweise eingeklappt, damit die Standortinformation Platz hat. Einblenden öffnet Suche, Liste und „Jahresdaten als CSV“; die Karte merkt sich die Wahl.
Suche: Namen eintippen, z. B. „Reden“ oder „Völklingen“; die Liste zeigt die passenden Standorte mit Menge. Anklicken wählt den Standort.
Die Standortinformation zeigt Menge im Jahr, Betriebsphase, Schätzverfahren, Werte im Zeitvergleich, Standortgeschichte und Quellen.
Namen auf der Karte bleiben an ihrem Platz; neu verteilt wird nur beim Zoomen.
11 · Bild und Daten speichern
Bild speichern lädt die aktuelle Karte als PNG mit Jahr und Legende herunter.
Jahresdaten als CSV (unter der Standortliste) speichert alle Standorte des Jahres mit Menge, Status und Quelle.
Beschäftigung als CSV (unter den Balken) speichert die Beschäftigtenreihen 1815–2025.
12 · Daten, Schätzungen und Quellen
Nicht für jedes Werk und jedes Jahr gibt es eine überlieferte Zahl. Fehlende Werte werden aus regionalen Reihen geschätzt und immer gekennzeichnet. Schachtlagen stammen aus OpenStreetMap, Bahnstrecken aus der DB-Geometrie, Zugzahlen und Traktionsmix sind ein Modell. Alles Weitere, mit Links zu allen Quellen, unter „Quellen & Methode“ oben rechts.
13 · Tastatur
←→
ein Jahr zurück / vor; in der Gesamtbilanz voriger / nächster Zeitraum
Leertaste
Abspielen / Pause
?
diese Hilfe öffnen
Esc
Hilfe oder Quellenfenster schließen
Tab, Enter
Symbole und Knöpfe ansteuern und auswählen
Daten, Darstellung & Quellen
Diese Karte verbindet die Datengrundlage mit ausdrücklich gekennzeichneten Modellen. Sie zeigt 1815 bis 2025 in Jahresschritten. Eröffnungs- und Schlussjahr bleiben sichtbar; ein Jahreskreis zeigt die Jahresmenge, keine tagesaktuelle Leistung.
Radius = 22 × √(Menge / 1.000.000) × gewählte Punktgröße. Somit entspricht die Fläche der Menge. Der Radius bleibt beim Kartenzoom gleich; die Legende stimmt jederzeit mit den Kreisen überein. Sichtbare Kreise werden nicht auf eine Mindestgröße aufgeblasen. Unsichtbare größere Treffflächen erleichtern das Anklicken. Punkte am selben Werksort werden mit Verbindungslinien auseinandergezogen. Namensfelder vermeiden andere Namensfelder, Stadtnamen und Produktionskreise. Kennzahlen: Größte genannte Teufe, tiefste genannte Sohle und Stollenlänge stehen in der Standortgeschichte („Kennzahlen“), soweit der Wikipedia-Artikel der Grube (6 Gruben) sie im Text nennt; automatisch gelesen (werkzeuge/zechen_kennzahlen.py), nicht einzeln geprüft und nicht vollständig.
Beschäftigte und historische Eisen-/Stahlmengen
Die Umschaltung ändert Kreise, Legende, Standortliste und CSV. Beschäftigtenradius = 22 × √(Personen / 5.000) × Punktgröße. Bei Hütten erscheint ein Gesamtwerkskreis, dessen Name und Datenumfang in den Details stehen. Die Kategorie des sichtbaren Kreises dient der Zuordnung, nicht der Aufteilung der Beschäftigten auf Hochöfen, Stahlwerk und Kokerei. Aktive Walz-/Drahtstandorte können im Beschäftigtenmodus nach dem Rohstahlende weiter erscheinen.
Eisen/Stahl: Historische HGIS-Reihen 1850–1911 für Regierungsbezirk Trier plus bayerische Pfalz bilden nur einen Regionalproxy. Frühere Stahl-/Schweißeisenbegriffe sind kein moderner Rohstahl; originaler Quellenstatus liegt im JSON. Amtliche Saarwerte ergänzen 1913, 1920–1938, 1950–1959 und Stützjahre 1960–2018. 2019–2024 stammen aus der amtlichen Landesreihe (Statistisches Amt Saarland, Statistische Berichte Z 1, Eisenschaffende Industrie, Januar bis Dezember). 2025: Roheisen = Gesamtproduktion der ROGESA (einziger Hochofenbetreiber; 2019–2024 exakt gleich der Landesmenge), 3,04 Mio. t; Rohstahl ist geschätzt, ≈ 3,73 Mio. t (Spanne 3,65–3,82), als Mittel aus Halbjahrestrend (amtlich 1. Halbjahr 2025: −19,3 %), Unternehmenswerten Dillinger und Saarstahl plus übrige Werke wie 2024 sowie deren Veränderung gegenüber 2024. Auf der Karte: Dillinger Rohstahl und ROGESA-Roheisen 2019–2025 aus den Geschäftsberichten, Saarstahl Völklingen aus den Saarstahl-Angaben; Stahlwerk Bous ab 2019 geschätzt (Mittel 2011–2018, 0,27 Mio. t). Ein Rest der Landesmenge Rohstahl lässt sich keinem Werk zuordnen (2019: 1,47 Mio. t, 2020: 1,11, 2021: 0,91, 2022: 0,66, 2023: 0,08, 2024: ≈ 0); er erscheint nur in den Balken. Vermutlich unterscheiden sich Abgrenzungen (z. B. Flüssigstahl für Schmiede und Guss) zwischen Landesstatistik und Unternehmensberichten. 1815–1849 stammen aus Banken (ZA 8148, Tab. III.A20; beim Übergang zur HGIS-Reihe 1850 wechselt die Abgrenzung). Aus Banken III.A20 kommen außerdem Werkswerte einzelner Hütten für 1815–1913 (Stahl/Schweißeisen und Beschäftigte durchgehend, Roheisen nur bis 1890: danach übersteigt die Summe der Werke die Regionalreihe, vermutlich durch Tochterwerke außerhalb der Saar). Sie ersetzen dort die geschätzten Werksanteile. Die Stahl-Regionalreihe 1850–1912 stammt ebenfalls aus Banken (Region), weil die HGIS-Reihe unter der Summe der Werke lag. Aus histat kommen ferner 1912/1914 (Martin, ZA 8246), 1915–1919 und 1937 (Marchand, ZA 8251) Fischer (ZA 8400) liefert 1939–1949 und alle Jahre 1960–1985, die vorher nur als Stützjahre vorlagen; Hempels Werte für 1939–1949 waren teils unplausibel und sind ersetzt. Nur Stahl 1945 bleibt eine Annahme (Roheisen 1945 × Verhältnis 1946); übrige Fehljahre werden interpoliert. Werksmengen entstehen durch angenommene, sich zeitlich verändernde Gewichte; Quellenwerte einzelner Werke bleiben erhalten. Szenario ±50 %, frühe / Kriegsjahre ±75 %. Kein statistisches Konfidenzintervall.
Beschäftigte: Bergbaureihe 1816–1913 Banken (ZA 8148, Tab. II.A09, ohne Lothringen), 1915–1944 Fischer (ZA 8400), 1945–2012 amtlich; 1914 interpoliert. Dazu historische Einzelanker und moderne Standortbelegschaften. Fehlende Grubenwerte werden anteilig nach der Fördermenge verteilt. Hüttenwerte werden zwischen passenden Ankern interpoliert oder höchstens sieben Jahre konstant übertragen; sonst grob aus Produktionsmenge und angenommenem Produktivitätstrend abgeleitet (±75 %). Saarstahl AG wird ab 2011 mit angenommenen Anteilen 60/20/20 auf Völklingen/Burbach/Neunkirchen verteilt. Diese Aufteilung ist kein Beleg. Beschäftigte, Arbeiter, Jahresdurchschnitt und Jahresendstand sind unterschiedliche Begriffe. Keine Summierung zu einer angeblich vollständigen Saarlandbelegschaft; Beschäftigte der Nachsorge nach Ende der Förderung fehlen.
Regionale Beschäftigung: getrennt oder addiert
Im Beschäftigtenmodus sind „Getrennt“, „Nur Steinkohlebergbau“, „Nur Eisen-/Stahlindustrie“ und „Summe“ wählbar. Die Auswahl ändert die Standortauswahl, die regionale Anzeige und das Zeitband. Die Summe wird aus zwei unabhängigen Regionalreihen berechnet, nicht aus mehrfachen Werksphasen. Weitere Industrie und separate Kokereien sind in dieser Zweibranchen-Summe nicht enthalten. Bei „Getrennt“ bleiben alle Standortkategorien sichtbar; die Regionalzahlen zeigen Bergbau und Eisen/Stahl.
Eisen/Stahl: historische Tabellenanker 1913 und 1920–1935; 1938–1985 Fischer (ZA 8400): Beschäftigte der Hochofen-, Stahl- und Warmwalzwerke (1935–1937 zählt Fischer nur Hochofenwerke und ist daher nicht übernommen). 1986–2006 amtliche Grafik im Saarland-Jahrbuch 2007, S.112, aus Vektoren abgelesen und auf 500 Personen gerundet (Ablesespanne ±500). 2006, 2009 und 2010 ergänzen Tabellenwerte. 2024 ist ein Monatsdurchschnitt Januar–Oktober (7.704 Personen, WZ 24.1), kein vollständiger Jahresdurchschnitt. Fehljahre werden interpoliert; 2025 überträgt 2024 konstant. Vor 1913 grobe Produktions-/Produktivitätsnäherung; bei zu großen späteren Lücken bleibt die Reihe offen. Kernbereich Eisen-/Stahlerzeugung, nicht alle Metallbranchen oder gesamte Konzerne. Historische Abgrenzung und Berichtskreis wechseln. Nach Ende der Kohleförderung ist Bergbau hier 0 für die Förderperiode; Nachsorge, Wasserhaltung und Rückbau sind nicht erfasst.
Woher kommen die Mengen?
Belegt: Tabellenwerte 1913/1930, moderne Geschäftsberichte und zusätzliche Mengenanker; einzelne Werte aus Sekundärquellen.
Interpoliert: Nahe Mengenanker derselben Produktionsart, sofern kein bekannter technischer oder historischer Bruch dazwischenliegt. Höchstens 15 Jahre Ankerabstand.
Kohle geschätzt: Regionaler Jahresverlauf mit anteiliger Verteilung nach dem nächstliegenden Grubenanker. Für Warndt und Ensdorf werden angenommene Vergleichsgewichte verwendet. Kein historischer Nachweis der tatsächlichen Einzelgrubenanteile. Breites Szenario von 50 bis 150 %; diese Bänder sind keine Konfidenzintervalle.
Regionale Kohlereihe: 1816–1913 Banken (histat ZA 8148, Tab. II.A07: Saarregion ohne lothringische Gruben; 1816 nur preußische Staatsgruben, 1815 ohne Quellenwert und aus dem Trend 1817–1821 geschätzt), 1914 interpoliert, 1915–1944 Fischer (ZA 8400, Saarrevier; 1915–1919 ohne pfälzische Gruben), ab 1945 amtliche verwertbare Förderung. Die Grubenwerte 1913/1930 des Saar-Atlas sind Bruttoförderung und liegen deshalb über der Regionalreihe; in diesen Jahren bleiben Gruben ohne eigenen Wert offen.
Fürstenhausen: Betriebsphasenmodell 1959–1999, auf die berichtete Lebenszeitsumme von rund 50 Mio. t Koks normiert.
Reden: Kohleeinsatz × angenommene Koksausbeute 70–80 %, mit Teiljahresfaktoren 1967 und 1972.
Ensdorf 2006–2012: Regionale Gesamtförderung am letzten industriellen Förderstandort zugeordnet, als abgeleitet gekennzeichnet.
Menge offen: Raute in Branchenfarbe. Für Standorte ohne Quellen- oder Modellbasis bleibt der Wert offen.
Roheisen, Rohstahl, Koks und Kohle dürfen nicht zu einer Gesamtproduktionsmenge addiert werden. Es sind verschiedene Stufen derselben Materialkette. Die größte dargestellte Menge eines Jahres ist kein nachgewiesener historischer Förderrekord.
Betriebsphasen und Standorte
Gruben, die der Saar-Atlas (Tafel 25b) als ältere Bauerngruben verzeichnet, erscheinen ab 1815; der Atlas betont, dass sich das Standortbild bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts nicht grundsätzlich änderte. Vor 1848 gibt es keine Bahnlinien. Gründung, Abteufen, Förderbeginn und endgültige Schachtaufgabe sind verschiedene Ereignisse. Einige Phasen stammen bisher nur aus Mengenankern; angenommene Randjahre stehen in der Standortinformation. Umbenennungen und Verbünde werden vereinfacht behandelt: Von der Heydt → Amelung/Steinbach, Rudolf → Luisenthal, Schwalbach → Griesborn. Ein Darstellungswechsel wird nicht als Neueröffnung gemeldet. Ungeklärte Fortsetzungen sind über die belegten Zeiträume hinaus nicht als belegter Betrieb anzusehen. Einige Punkte sind ausdrücklich nur angenäherte Orts- oder Werkslagen. Die Standortliste umfasst Produktionsphasen, nicht voneinander unabhängige Werke.
Ersetzte Modellstützen: Die früher angenommenen Kohle-Stützwerte für 1915, 1919, 1920 und 1943 sind seit 12.10.2026 durch die Jahresreihe von Fischer ersetzt. Die Einzelwerte 1913/1930 von zwölf Gruben wurden am Tabellenscan des Saar-Atlas korrigiert; Klarenthal und Duhamel wurden ergänzt, die unbelegten Werte für Franziska entfernt.
Transportwege: Linienbreite, Loks und Schiffe
Bahn: Für jede Strecke wird ein jährliches Montanaufkommen modelliert: Mengen der jeweils nächstgelegenen Gruben und Hütten (Roheisen ×2,5 für Erz- und Kokszufuhr) plus ein fester Anteil am Revieraufkommen für Hauptstrecken. Es ist ein Modell, keine Verkehrsstatistik. Werke werden der nächstgelegenen Strecke zugeordnet; wo das in die Irre führt, gilt eine feste Zuordnung (daten/inhalte/werksanschluss.csv): Dillinger Hütte und Burbacher Hütte über die Saarstrecke (Dillingen ab 1968 zusätzlich über die Güterumgehung; was ab 1987 per Schiff über den Hafen Dillingen kommt, wird abgezogen), Neunkircher Hütte je zur Hälfte auf die beiden Hauptstrecken am Knoten Neunkirchen. Die Forbacher Bahn (Saarbrücken–Forbach, ab 1852, Lage aus OpenStreetMap) erhält wie die Strecke nach Saargemünd einen angenommenen Anteil von 10 % am Revieraufkommen für den Versand nach Frankreich; Elektrifizierung 1957 nach dem französischen Abschnitt (1956–1957, 25 kV) angenommen. Die Grube Von der Heydt ist ab 1852 über eine Zweigbahn vom Abzweig der Forbacher Bahn in Malstatt über Burbach und durch das Burbachtal angeschlossen; das Stück Malstatt–Burbach geht 1858 in der Saarstrecke auf. In der Kreisdarstellung wächst die Linienbreite wie der Kreisdurchmesser mit der Wurzel des Aufkommens: 2,2 px × √(Mio. t) × Bildschirmfaktor, mindestens 1,3 px; Strecken ohne Montanverkehr 1 px. So bleiben kleine Anschlussbahnen (z. B. Von der Heydt, 0,1–0,5 Mio. t) neben der Saarstrecke (bis über 20 Mio. t) erkennbar. In der Symboldarstellung bestimmt dasselbe Aufkommen die Lokzahl (siehe Symboldarstellung); sind dort die Züge ausgeblendet (Voreinstellung), zeigen die Bahnlinien es wieder als Breite. Ebenso erscheinen bei ausgeblendeten Schiffen (Voreinstellung) die Wasserwege als mengenbreites Band.
Saar:Talfahrt 1815–1865: ein Viertel der regionalen Kohleförderung, nach Hudemann u. a. („bis 1850 … mehr als ein Viertel der gesamten Fördermenge“, 84.000 Fuder); ab 1850 linear abnehmend bis 1865, weil die Bahn den Verkehr saarabwärts übernimmt (Schätzung). Großschifffahrt Konz–Dillingen ab 1987: oberhalb Dillingen ab 1994 bis Lisdorf und ab 1999 bis Saarbrücken (saarland-lese.de), dort 2004 rund 170 Tsd. t zwischen Völklingen und Güdingen (BAG). Unterhalb Dillingen belegt sind knapp 3,0 Mio. t im Jahr 2004 (Saar Mosel–Völklingen; BAG-Marktbeobachtung nach Statistischem Bundesamt, Fachserie 8 Reihe 4) und 3,4 Mio. t an der Schleuse Kanzem 2011 (Diercke Weltatlas); dazwischen interpoliert, davor und danach fortgeschrieben und als Schätzung blass gezeichnet. Saar-Kohlen-Kanal und kanalisierte Saar (1866–1979): keine Jahresmengen gefunden; diese Wasserwege sind gepunktet und ohne Mengenbezug gezeichnet. Die Wasserweg-Mengen stehen in daten/inhalte/wasserwege.csv.
Schiffszahl (Symboldarstellung): Schiffsfahrten = Jahresmenge ÷ Ladefähigkeit (Saarschiff 60 t, Péniche 280 t, Motor-Péniche 300 t, Europaschiff 1.350 t, Schubverband 3.300 t; Mittel der Typen einer Route); Zahl = 1 + 1,4 × log₁₀(Fahrten / 100), gerundet, 1 bis 5. Wie bei den Loks zeigt sie Mehr oder Weniger, nicht die echte Schiffszahl. Ohne Mengenangabe (Kanal) bleibt sie schematisch.
Aus demselben Höhenmodell wie das Relief (Mapzen Terrain Tiles, Terrarium z10, feiner als das Reliefbild), Werkzeug werkzeuge/hoehenlinien.py: Gauß-Glättung 2 px, Linien alle 25 m, Zähllinien alle 100 m kräftiger und mit Höhenzahl; vereinfacht (Douglas-Peucker 1,1 px), Ringe unter 30 px entfallen (1532 Linien, Tabelle geo/hoehenlinien.json). Das Höhenmodell beruht auf SRTM/EU-DEM um 2000–2011: Es zeigt das Gelände dieser Zeit, nicht das historische. Halden, Bergsenkungen und Polder des Bergbaus sind darin enthalten.
Physische Karte und Bahnnetz
Die Schummerung wurde aus einem echten Höhenmodell berechnet: Mapzen Terrain Tiles, Terrarium, Zoom 9; ungefähr 200 m Rasterweite, Nordwestlicht, für die Lesbarkeit 2,6-fache Reliefüberhöhung. Farbe und Schummerung sind zeitunabhängig, keine historischen Geländeaufnahmen. Flüsse und der Saar-Kohlen-Kanal stammen aus OpenStreetMap; der Kanal erscheint erst ab seiner Eröffnung 1866. Europe terrain data produced using Copernicus data and information funded by the European Union – EU-DEM layers. SRTM/GMTED2010 data courtesy of the U.S. Geological Survey.
Die Hauptbahnlinien verwenden DB-Geometrien (Stand 2020). Historische Eröffnungen werden abschnittsweise auf diese Geometrie übertragen; Verlegungen, Tunnel und Stilllegungen sind teils vereinfacht. Gestrichelte Grubenanschlüsse sind schematisch. Graue Bahnen bedeuten einen späteren ungeklärten/eingestellten Zustand; das kann ein Personenverkehrsende sein, während Güterverkehr noch bestand. Geometrie und historische Betriebsdaten sind deshalb getrennte Quellen.
Gesamtbilanz einer Phase
Im Modus Σ Gesamtbilanz zeigt jeder Kreis bzw. jedes Symbol die Summe der Jahresmengen eines Standorts über die gewählte Phase. Summiert werden genau die Werte der Jahresansicht: belegte und abgeleitete Jahreswerte, dazu (bei eingeschalteten Schätzungen) die Modellwerte und Planjahre. Jahre ohne Menge zählen nicht mit. Ein Standort gilt nur dann als belegt, wenn mindestens 99,5 % der Summe aus Quellenwerten stammen. Ab 50 % heißt er „überwiegend belegt“, sonst „modelliert“. Alles außer „belegt“ ist gestrichelt. Die Standortinformation nennt den Anteil der Quellenwerte, das stärkste Jahr und den Anteil am Revier.
Größenregel: Die Bezugsmenge der Kreise und Symbole wächst mit der Phasenlänge (Bezugsmenge der Jahresansicht × Jahre ÷ 4, mindestens × 3), damit kurze und lange Phasen lesbar bleiben. Größen sind daher nur innerhalb einer Phase vergleichbar; die Legende nennt die Werte. Bahnbreiten, Züge und Schiffe zeigen ein einzelnes Jahr und ruhen im Gesamtmodus. Bahnnetz, Gruben und Seen erscheinen im Zustand des letzten Jahres der Phase. Die Phasen und ihre Zäsuren stehen in daten/revier/einstellungen.csv (gesamtPhasen). Sie sind eine historische Gliederung und keine Quelle.
Quellenverzeichnis
Historische Statistik (histat)
Abgerufen am 12.10.2026 aus histat ↗ (GESIS-Datenarchiv, Köln; SAFE Frankfurt): ZA 8148 Banken, ZA 8400 Fischer, ZA 8251 Marchand, ZA 8262 Hempel, ZA 8246 Martin. Werkswerte aus Banken III.A20 sind übernommen; die Tabellen A23–A32 sind nur im gedruckten Buchanhang enthalten.
Bedienung und Offline-Nutzung
Schieber oder Jahreszahl ändern das Jahr, die Wiedergabe läuft bis 2025. Auf der Karte verschieben, mit Mausrad oder + / − zoomen; auf Touchscreens ist Zweifingerzoom möglich. Farben lassen sich einzeln abschalten. „Schätzungen“ aus zeigt Mengen nur bei belegten/abgeleiteten Ankern. Die HTML-Datei enthält Relief, Geometrien und Daten vollständig; externe Verbindungen werden nur beim Anklicken einer Quelle benötigt.