Hilfe · So funktioniert die Zeitreise
Die Karte zeigt das Rheinische Braunkohlerevier von 1850 bis 2038 (ab 2026 Plan): Tagebaue, Kraftwerke, Brikettfabriken, wandernde Gruben und Restseen, Jahr für Jahr. Wähle ein Jahr oder lass die Zeit ablaufen.
1 · Zeitleiste und Abspielen
- ▶ Abspielen / Ⅱ Pause lässt die Jahre automatisch ablaufen.
- Tempo: Langsam (2 s pro Jahr, Standard), Normal (1 s), Schnell (0,5 s). Alle Veränderungen auf der Karte werden über das Jahr verteilt weich ein- und ausgeblendet.
- Schleife beginnt nach 2038 wieder bei 1850.
- ‹ › springen ein Jahr zurück oder vor; ins Jahresfeld kann man ein Jahr direkt eintippen.
- Die Meilenstein-Knöpfe (1815, 1850, 1913 …) springen zu wichtigen Jahren.
- Das Zeitband zeigt die Kohleförderung über alle Jahre; der Schieberegler darunter wählt das Jahr, die orange Linie markiert es.
- Σ Gesamtbilanz (links in der Zeitleiste) ersetzt Zeitschieber und Abspielen durch Knöpfe für Phasen der Reviergeschichte (ganze Zeit, Kaiserreich, Kriege und Krisen …). Die Karte zeigt dann die Summe über diesen Zeitraum je Grube, Hütte, Kokerei oder Kraftwerk. Das geht auch über „Größe zeigt: Gesamtmenge“. Die Meldungsleiste nennt die größten Standorte der Phase, die Standortinformation zeigt die Jahresmengen als Säulen mit hervorgehobener Phase. Die Pfeiltasten wechseln den Zeitraum, ✕ Jahresansicht führt zurück zum vorigen Jahr. Größen sind nur innerhalb eines Zeitraums vergleichbar (siehe „Quellen & Methode“).
2 · Karte bewegen und Ansichten
- Ziehen verschiebt die Karte, Mausrad oder + / − zoomen, auf dem Tablet mit zwei Fingern.
- Die Karte zeigt immer das Revier zwischen Aachen, Mönchengladbach und Köln; die gestrichelte Grenze der Gebietskulisse dient zur Orientierung. Der Ausschnitt passt sich der Fenstergröße an, bis man selbst zoomt oder verschiebt.
- Bei großen Bildschirmen werden Symbole, Kreise und Loks automatisch größer.
- ← Alle Karten oben führt zur Übersicht
index.htmlmit allen Zeitreise-Karten (Saar, Ruhr und die vier Braunkohlereviere).
3 · Symbole auf der Karte
- Tagebau: Das Gerät ändert sich mit der Zeit: bis 1900 Handabbau mit Schaufel und Lore, bis 1955 Eimerkettenbagger auf Gleisen, danach der riesige Schaufelradbagger (Vorbild Bagger 288). Wenige Gruben wurden unter Tage betrieben; sie erscheinen als Schacht.
- Kraftwerk: zuerst eine Backsteinhalle mit hohen Schornsteinen, ab 1955 Kesselhaus mit Kühltürmen und Dampffahnen, ab 2000 der hohe Block der neuen Anlagen. Brikettfabrik: Pressenhalle mit dampfenden Brüdenschloten und Brikettstapel.
- Gruben, Kippen und Seen: Die braune Fläche ist die offene Grube, innen dunkel das Flöz. Sie wandert Jahr für Jahr weiter; dahinter bleibt die Kippe (beige, später grün = rekultiviert). Nach dem Ende füllt sich ein Restsee; ein Klick auf den See zeigt Name, Fläche, Flutungszeit und Füllstand zusammen mit dem Tagebau. Gestrichelt = Plan (ab 2026). Form und Lage sind ein Modell (siehe Quellen & Methode).
- Dörfer: Kleine Häuser mit Kirchturm sind Orte, die dem Tagebau weichen mussten. Während der Umsiedlung steht ihr Name blass daneben, danach bleibt ein gestrichelter Ring. Beginn der Umsiedlung und Abbaggerung stehen in der Jahreschronik.
- Wasser: Ein blau gepunkteter Ring um die Grube zeigt die Brunnen, die das Grundwasser absenken (Sümpfung). Blaue Linien sind Leitungen (Rheinwassertransportleitung ab 2030, Plan); verlegte Flüsse wechseln im Jahr der Verlegung ihr Bett.
- Größe = Menge: Die Symbole wachsen in alle drei Richtungen. Doppelt so hoch bedeutet achtmal so viel. Strom zählt dabei wie Kohle: 1 TWh wie 1 Mio. t.
- Ein gestricheltes Kreischen am Symbol bedeutet: geschätzte Menge oder Plan. Blasse Symbole: Menge unbekannt.
- Darüberfahren zeigt Name, Gerät und Menge; Anklicken öffnet die Standortinformation mit Kennzahlen wie Fläche und Tiefe.
4 · Kreise statt Symbole
Der Knopf „Kreise statt Symbole“ oben schaltet auf die sachliche Kreisdarstellung um (Knopf gelb = aktiv). Die Kreisfläche entspricht der Menge; durchgezogener Rand = Quellenwert, gestrichelt = Schätzung, Raute = Wert offen. Züge und Schiffe fahren nur in der Symboldarstellung.
Stattdessen zeigen in der Kreisdarstellung die Linienbreiten den Transport: Je mehr Kohle, Erz und Stahl eine Bahnstrecke im Jahr befördert, desto breiter ist sie (das gilt auch in der Symboldarstellung, wenn das Häkchen Züge bzw. Schiffe aus ist; wie bei den Kreisen: vierfache Menge = doppelte Breite, damit auch kleine Anschlussbahnen sichtbar bleiben; Strecken ohne Montanverkehr sind dünn). Beim Jahreswechsel ändern sich die Breiten weich. Die Musterbreiten stehen in der Legende.
5 · Züge und Bahnstrecken
- Die Loks pendeln auf den Strecken, die im gewählten Jahr in Betrieb sind. Mehr Transport bedeutet mehr Loks, aber gedämpft: zehnmal so viel Transport ≈ ein bis zwei Loks mehr.
- Dampf, Diesel, Elektro: Dampfloks fahren bis in die 1970er; ab 1955 kommen Dieselloks, unter Fahrdraht E-Loks (Elektrifizierungsjahre je Strecke belegt). Die Baureihen wechseln mit der Zeit, z. B. G 3 → G 8 → BR 50 oder E 50 → BR 151 → BR 185.
- Häkchen „Züge“: Anfangs sind die Züge aus, die Bahnlinien sind dann so breit wie ihre Transportmenge (wie in der Kreisdarstellung, mit Breitenlegende). Häkchen setzen lässt die Loks fahren.
- Bahnlinie anklicken zeigt rechts unten die Streckeninformation: Status im Jahr, Länge, Eröffnung, Elektrifizierung, Antrieb, Transportmenge (Modell) und Streckenchronik. Die Strecke wird orange hervorgehoben.
6 · Schiffe und Flüsse
- Die Flüsse (Rhein, Erft, Rur, Inde, Niers u. a.) und die Restseen stammen aus OpenStreetMap; Darüberfahren zeigt den Namen. Schiffe fahren in dieser Karte nicht: Die rheinische Braunkohle geht per Werksbahn und Band zu den Kraftwerken.
7 · Legende und Ebenen
- Größe zeigt: Jahresproduktion oder Beschäftigte; gilt für Symbole und Kreise.
- Häkchen blenden Ebenen ein und aus: Braunkohle · Tagebau, Kraftwerk · Strom, Brikettfabrik, Bahnlinien (Werksbahnen), Züge (nur Symboldarstellung, anfangs aus), Beschriftung.
- Geologie legt die geologische Karte (GÜK250 der BGR) unter das Relief, in den üblichen Schichtfarben: Quartär blassgelb, Tertiär gelb bis orange, Kreide grün, Jura blau, Trias violett, Perm rot, Karbon blaugrün, Devon ocker. Unter dem Häkchen stehen die Systeme im Ausschnitt und wo die Kohle liegt; mit dem Zeiger über der Karte erscheint oben links die Einheit mit ihrem Zeitraum (z. B. „Karbon · Bashkirium · vor 323–315 Mio. Jahren“; „etwa“ = Richtwert). In Nachbarländern sind die Farben gröber und heller (europäische Übersichtskarte IGME5000, „grob“ beim Zeiger). Die Wahl bleibt gespeichert, Häkchen weg = reines Relief.
- Höhenlinien zeichnen das Gelände in gleichen Höhenstufen (je Revier 10 bis 25 m, jede vierte oder fünfte Linie kräftiger und mit Höhenzahl in Metern). Eng liegende Linien = steiler Hang. Sie stammen aus demselben Höhenmodell wie das Relief und sind geglättet; in den Braunkohlerevieren sind Gruben und Kippen aufgefüllt wie im Relief, damit 1850 keine heutigen Tagebaue erscheinen.
- Schätzungen blendet geschätzte Mengen ein oder aus; Vergangene Standorte zeigt stillgelegte Anlagen grau.
- Punktgröße vergrößert oder verkleinert alle Symbole und Kreise.
- Zechen auf der Karte (nur bei vielen Zechen, z. B. Ruhrgebiet) zeigt je Jahr höchstens so viele Zechen, und zwar die mit der größten geschätzten Gesamtförderung. Das Bild baut sich dann schneller auf. Die Revierzahlen enthalten weiterhin alle Zechen, und über die Suche lässt sich jede Zeche finden und anzeigen.
- Legende ausblenden klappt die Erklärungen ein; die Häkchen bleiben bedienbar.
8 · Meldungen und Jahreschronik
Oben neben dem Titel stehen die besonderen Ereignisse des Jahres: Eröffnungen, Schließungen, Unglücke, politische Einschnitte. Passen nicht alle hinein, öffnet „+N weitere“ die vollständige Jahreschronik rechts, dort auch mit Mengenbelegen und Quellen. Ein Klick auf eine Meldung springt zum betroffenen Standort. Jahre ohne besonderes Ereignis zeigen einen leeren Kasten.
9 · Bestand, Jahresmengen und Beschäftigte
- Bestand im Jahr zählt die dargestellten Anlagen und wie viele davon eine Mengenangabe haben.
- Die Balken zeigen die Braunkohlenförderung, die Stromerzeugung der Braunkohlekraftwerke und die Brikettherstellung sowie die Beschäftigten im Braunkohlenbergbau. Strom und Briketts teilen sich eine Skala (1 TWh ≙ 1 Mio. t); Förderung und Beschäftigte haben eigene Skalen. Schraffiert und „≈“ = geschätzt oder Plan.
10 · Standorte entdecken und Informationen
- Der Kasten Standorte entdecken ist normalerweise eingeklappt, damit die Standortinformation Platz hat. Einblenden öffnet Suche, Liste und „Jahresdaten als CSV“; die Karte merkt sich die Wahl.
- Suche: Namen eintippen, z. B. „Hambach“ oder „Niederaußem“; die Liste zeigt die passenden Standorte mit Menge. Anklicken wählt den Standort.
- Die Standortinformation zeigt Menge im Jahr, Betriebsphase, Schätzverfahren, Werte im Zeitvergleich, Standortgeschichte und Quellen.
- Namen auf der Karte bleiben an ihrem Platz; neu verteilt wird nur beim Zoomen.
11 · Bild und Daten speichern
- Bild speichern lädt die aktuelle Karte als PNG mit Jahr und Legende herunter.
- Jahresdaten als CSV (unter der Standortliste) speichert alle Standorte des Jahres mit Menge, Status und Quelle.
- Beschäftigung als CSV (unter den Balken) speichert die Beschäftigtenreihen 1850–2038.
12 · Daten, Schätzungen und Quellen
Nicht für jedes Werk und jedes Jahr gibt es eine überlieferte Zahl. Fehlende Werte werden aus regionalen Reihen geschätzt und immer gekennzeichnet. Tagebau- und Kraftwerksdaten stammen aus Wikipedia, Mengen aus der Statistik der Kohlenwirtschaft und der AG Energiebilanzen, Grenze, Gewässer und Seen aus OpenStreetMap. Zugzahlen und Traktionsmix sind ein Modell. Alles Weitere, mit Links zu allen Quellen, unter „Quellen & Methode“ oben rechts.
13 · Tastatur
| ← → | ein Jahr zurück / vor; in der Gesamtbilanz voriger / nächster Zeitraum |
| Leertaste | Abspielen / Pause |
| ? | diese Hilfe öffnen |
| Esc | Hilfe oder Quellenfenster schließen |
| Tab, Enter | Symbole und Knöpfe ansteuern und auswählen |